Lohnt sich eigentlich ein Stromanbieter Vergleich?

JA, wenn man bedenkt dass in Deutschland die meisten Bürger ihren Strom noch vom meist teureren städtischen Grundversorger beziehen. Zwar haben im Laufe der Zeit auch die Grundversorger ihre Tarifstrukturen um ein Vielfaches verbessert, aber der Blick über den Tellerrand zeigt auch: alternative Versorger kommen oft mit noch günstigeren Konditionen daher.

Der Favorit unter allen, gibt es schlicht und einfach nicht. Deshalb kann hier auch keine flächendeckende Empfehlung aufgezeigt werden, da regionale Faktoren und Verbraucher Angaben das Ergebnis stark beeinflussen.

Aber, ein einfacher Vergleich zeigt, dass es sich besonders für Familien lohnt, da hier der Spareffekt am größten ausfällt. Nutzen Sie als Verbraucher die Möglichkeit eines Vergleichs um einen günstigeren Stromanbieter zu finden.

Was Sie beim neuen Stromanbieter beachten sollten, lesen Sie dazu im Abschnitt unterhalb weiter.

Achten Sie vor Vertragsabschluss auf folgende Punkte:

  1. Die Vertragslaufzeit sollte nicht mehr als 12 Monate betragen.
  2. Die Kündigungsfrist vor Ende der Vertragslaufzeit sollte höchstens 6 Wochen lang sein.
  3. Wenn es eine Preisgarantie gibt, sollte sich diese über die gesamte Vertragszeit erstrecken.
  4. Nach dem Ende der Vertragszeit sollte sich der Vertrag nur um einen Monat verlängern.
  5. Fest gekaufte Energiemengen nur dann kaufen, wenn Sie Ihren Jahresverbrauch genau kennen.

Wie viel Geld kann gespart werden?

Zwar spart man durch ein Vergleich kein Strom aber u.U. Geld. Ein Mehrpersonenhaushalt kann z.b. bei einem jährlichen Stromverbrauch von ungefähr 5000 (kWh) im Jahr in Frankfurt am Main etwas über 500,- Euro sparen durch ein Wechsel vom Grundversorgertarif zu GrünweltEnergie. Ein ähnliches Einsparpotenzial ermittelte das Vergleichsportal CHECK24 auch in anderen deutschen Städten wie Stuttgart, Köln, Hamburg, München und Berlin. Verglichen wurde dabei ohne Berücksichtigung der Tarife mit Vorauszahlung oder Kaution sowie Neukundenbonus. Also eine faire Beurteilung zum Grundversorgertarif. Probieren Sie selbst und Sie werden den Unterschied schnell bemerken.

Welcher Anbieter ist der günstigste in Deutschland?

Im Preisdschungel den Überblick verloren? Kein Problem aber der günstigste Anbieter bringt nichts, wenn die Qualität des Versorgers keinen passenden Kundenservice liefert. Nützlich und sehr hilfreich ist in diesem Fall das Kundenfeedback und die Empfehlungsquote, das sich für beinahe jeden Stromanbieter zeigt. Am Beispiel des folgenden Screenshots sehen Sie ein empfehlenswertes Nutzerfeedback zum Anbieter. Beispielhaft für dieses außerordentlich gute Ergebnis ist die Empfehlungsquote. Diese Quote wurde durch viele positive Bewertungen und Kommentare zum Anbieter erreicht.

Wer kündigt meinen alten Stromanbieter?

Selbst Kündigen müssen Sie nicht. Füllen Sie nur das online Formular vollständig aus. Um die Kündigung kümmert sich dann ihr neuer Vertragspartner. Die Umstellung selbst erfolgt ohne technische Änderungen. Eine zuverlässige Stromversorgung ist zu jeder Zeit gewährleistet, Stromausfälle sind in dieser Zeit nicht zu befürchten. – Ein nahtloser Übergang.

Beim Umzug den Stromanbieter kündigen?

Sollten Sie ein Umzug in eine neue Wohnung planen können Sie ggf. vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Zu unterscheiden ist dabei aber, ob der Umzug im Netzgebiet des Versorgers stattfindet? Wer im Netzgebiet bleibt kann nicht mal eben so kündigen. Wer noch beim Grundversorger ist muss sich weniger Sorgen machen, hier beträgt die Kündigungsfrist nur zwei Wochen. Fristen und Umzugsklauseln sollten aber sehr genau betrachtet werden.

Ein Sonderkündigungsrecht kann Ihnen u.U. zustehen, wenn der Stromanbieter die Preise erhöht. In diesem Fall sollte man aber sehr schnell Reagieren, da einem nur eine sehr kurze Frist eingeräumt wird.

Vorsicht vor Haustürgeschäfte!

In eigener Sache: Da in letzter Zeit die Meldung von Betrugsmaschen durch Drückerkolonen, die Stromverträge an der Haustür vermitteln häufen, hier nochmal der Hinweis: Unterschreiben Sie nicht vorschnell einen Vertrag. Nutzen Sie bei bedarf Ihr Widerrufsrecht. Ihr Widerrufsrecht erlaubt es Ihnen einen erst kürzlich abgeschlossenen Vertrag innerhalb einer Frist zu beenden. Geben Sie niemals ihre Daten am Telefon weiter. Einige Betrüger versuchen es per Telefon an Verbraucherdaten zu gelangen.

Bei Negativer Schufa Wechseln?

Weg vom Grundversorgungstarif bei Zahlungsschwierigkeiten – Kunden die häufig mit Zahlungsausfälle konfrontiert waren können u.U den Stromanbieter nicht so einfach kündigen, um so in günstigere Verträge zu gelangen. Ein Grund dafür ist die Schufa-Klausel beim Vertragsabschluss. Ein nagativer Schufa-Eintrag kann zur Ablehnung des Vertrags führen. Verbraucher die bisher allerdings zuverlässig bezahlt haben und vertragliche Verpflichtungen erfüllen, müssen nicht mit einer Ablehnung rechnen. Zahlungsunfähige Kunden bleibt leider oft nur der Gang zum teuren Grundversorger, da dieser gesetzlich dazu verpflichtet ist, Haushaltskunden mit Energie zu versorgen. Wer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt muss auch mit einer Unterbrechung der Energieversorgung beim Grundstromversorger rechnen! – Geregelt wird das Ganze nach § 19 Abs. 2 StromGVV. Wer seine gespeicherten Daten bei der Schufa vorab überprüfen möchte, kann einmal pro Jahr kostenlos sich eine Schufa-Auskunft bei meineSCHUFA.de einholen.

Abschlagszahlung zu Hoch?

Abschlagszahlungen orientieren sich am Vorjahresverbrauch. Sollten zu hohe Abschläge gefordert werden, können Sie beim Stromanbieter Widerspruch erheben. Sobald Sie einen schriftlichen Widerspruch gegen zu hohe Abschläge eingereicht haben, ist ihr Versorger dazu verpflichtet Ihnen die Abschlagshöhe zu begründen.

Sollte sich Ihr Stromverbrauch durch eine familiäre Veränderung deutlich nach unten bewegen, können Sie Ihren Stromanbieter auch um Herabsetzung der Abschlagszahlung bitten. Diese oder ähnliche Gründe müssen Sie dem Versorger allerdings glaubhaft schildern.

Wohngemeinschaften können z.b. als Grund einen Auszug aus der Wohnung angeben, wodurch sich der Verbrauch Reduziert hat. Sobald der Energieversorger erkennt das Ihre Gründe angemessen sind wird in der Regel der Abschlag angepasst.

Wann kommt die Jahresendabrechnung?

Der genaue Zeitpunkt ist häufig sehr unterschiedlich, einige Stromanbieter versenden Anfang des Jahres die Jahresabrechnung andere beziehen sich aufs Wirtschaftsjahr oder Vertragsabschluss. Im Liefervertrag finden Sie allerdings alle genauen Angaben wann und wie vom Versorger abgerechnet wird.

Ratenzahlung beim Stromanbieter

Erstes Gebot bei Stromschulden, sprechen Sie umgehend mit Ihrem Stromanbieter über die Möglichkeit einer Ratenzahlung, damit es nicht zu einer Stromsperre kommt.

Gerade bei Nachzahlungen aus der Jahresabrechnung kommt es nicht selten vor, das Kunden den geforderten Betrag nicht auf einmal bezahlen können. Da sich viele Energieversorger bei Nachzahlungen aus Jahresabrechnungen dennoch auf Ratenzahlung einlassen, lohnt es sich nicht den Kopf in den Sand zu stecken.

Beachten Sie allerdings, das bei einer vereinbarten Ratenzahlung diese auch in vollem Umfang eingehalten werden muss. Kommt eine Einigung mit dem Stromanbieter nicht zustande, bleibt nur noch der Weg zum Jobcenter oder Sozialamt übrig. Gegebenenfalls erhalten Sie von dort dann ein zinsloses Darlehen um die Stromsperre zu umgehen. Dieses Darlehen muss natürlich wieder zurück gezahlt werden, und auch der Bezug von Hartz 4 ändert hier nichts. Tipp: >> welche Möglichkeiten im Falle von Stromschulden bestehen.

Ärger um Neukundenboni & Prämie

Vor einem Vertragsabschluss überprüfen Sie, unter welchen Bedingungen Sie ein Bonus oder eine Prämie erhalten. Behalten Sie stets das Kleingedruckte im Auge. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters geben Aufschluss darüber, wann, wie und unter welchen Bedingungen der Bonus gezahlt oder verrechnet wird. Geschäftspraktiken bei dem eine fristgerechte Kündigung innerhalb der Mindestvertragslaufzeit als eine vorzeitige Beendigung ausgelegt wird, sollten Sie meiden.

Verweigert der neue Stromanbieter den Bonus oder die Prämie, obwohl sämtliche vertragliche Verpflichtungen erfüllt wurden, bleibt meist nur noch der Gang zur Verbraucherzentrale.

Den Neukundenbonus gibt es natürlich nur für Kunden, die in den vergangenen 6 Monaten vor Vertragsschluss keinen Vertrag mit dem neuen Anbieter und dessen Tochtergesellschaften hatte.

Wenn der Stromanbieter Insolvent geht springt der Grundversorger ein.

Bei einer Pleite des Versorgers müssen Sie sich keine gedanken machen, das Sie plötzlich im Dunkel sitzen. Die gesetzliche Regelung sieht in diesem Fall wie folgt aus: Kann der insolvente Versorger Sie nicht mehr mit Strom beliefern springt sofort der Grundversorger ein. Dies bedeutet allerdings auch, das Sie beim städtischen Grundversorger zunächst mal dem Ersatzversorgungstarif zugeordnet werden. Da die Ersatzversorgung in aller Regel nicht der günstigste Tarif ist, wird der Strom für Sie wieder teurer. Damit das nicht so bleibt können Sie von nun an wieder Stromanbieter vergleichen und wechseln. Eine Vertragslaufzeit gibt es in der Ersatzversorgung nicht, sodass Sie sofort loslegen können. Fazit: Bei einer Pleite bleibt man zwar nicht ohne Strom aber ein paar Unannehmlichkeiten bleiben dennoch, schließlich muss man wieder nach einem neuen Stromanbieter suchen und ggf. zuviel gezahlte Abschlagszahlungen vom insolventen Unternehmen zurückfordern – falls dies überhaupt noch möglich ist.

Wie viele Stromanbieter gibt es?

Deutschland, und andere europäische Länder? Hierzulande können sich Verbraucher über eine Vielzahl von Stromangeboten freuen. Innerhalb der Europäischen Union ist Deutschland mit über 1000 Versorger absoluter Spitzenreiter. Den zweiten Platz in der EU belegt unser Nachbarland Polen, knapp 500 Anbieter können die Verbraucher dort überprüfen, gefolgt von Tschechien die es wiederum auf gut 400 Stromanbieter geschafft haben.

Die drei größten deutschen Internetportale in dieser Branche sind: CHECK24, VERIVOX, TOPTARIF

Der Wettbewerb unter den Versorgern

Hintergrund: Im Frühjahr 1998 erfolgte durch eine neue EU- Energierichtlinie die Liberalisierung des deutschen Strommarktes, die zur Öffnung der Energiemärkte für Strom und Erdgas führte, wodurch die Vielfalt der steigenden Wettbewerbsintensität sowohl auf dem Strom- als auch auf dem Gasmarkt in der Vergangenheit stetig zugenommen hat. Damit der Strom aber auch von sehr weit entfernten Kraftwerken zum Verbraucher kommt, mussten die bereits bestehenden Versorger ihre Netze für Mitbewerber gegen Gebühr öffnen. Kunden können nun auf diversen Internetportalen nach dem Wettbewerbsprinzip ihren Stromtarif selbst aussuchen und zu einem anderen wechseln. Etwa 60 Prozent aller Stromkunden der Bundesrepublik haben seit der Liberalisierung des Strommarktes, ihren Stromanbieter noch nie gewechselt.

Ökostrom, die Saubere Energie

Umweltbewusste Kunden können auch einen Tarif wählen der die Versorgung mit Ökostrom garantiert, um so etwas für den Atomausstieg beizutragen.

Es ist zwar richtig das alle Kraftwerke ins gleiche Netz einspeisen und somit auch alle Kunden diesen Strommix erhalten, aber Kunden die einen Ökostromtarif abschließen erhalten diesen auch, da der Energieversorger dann nämlich dazu verpflichtet ist „grünen Strom“ einzuspeisen.

Stromsparen ohne zu Verzichten

Stromsparen bedeutet nicht gleichzeitig zu verzichten. Der beste, am meisten nachhaltige und wirtschaftlichste Klima und Ressourcenschutz besteht aber immer noch – oder mehr und mehr – im Nicht-Verbrauch von Energie. Das Nicht-Verbrauchen von Energie vermeidet entsprechend auch Folgekosten bei der Energiebeschaffung, Anlagentechnik, Instandhaltung und Erneuerung. Kostensenkung durch Energieeinsparung ist der Grundsatz aus betriebswirtschaftlicher Sicht und sollte stets das Argument sein, sich zukünftig mit den Themen Energieeinsparung und Energieeffizienz auseinander zu setzen.