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Ökostrom

Ökostrom ist elektrische Energie, welche auf nachhaltigem Wege aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird. Modernste technische Entwicklungen ermöglichen es, Strom mit deutlich geringeren Emissionen herzustellen und somit der Umweltverschmutzung vorzubeugen.

Durch Sonne, Wasser, Wind und Biomasse sollen uns praktisch unerschöpfliche Energieversorger zur Verfügung stehen. Bei der Erzeugung der Energie wird beachtet, dass auch während des gesamten Herstellungsprozesses der einzelnen Anlagen ebenfalls umweltfreundliche Verfahren eingesetzt werden.

Mittlerweile ist es vor allem in den Industrieländern besonders wichtig geworden den CO2 Ausstoß so gering wie möglich zu halten, da wir am meisten produzieren und die globale Erwärmung fördern. Kohlenstoffdioxid aus fossilen Brennstoffen ist zu über 50% der Hauptverusacher am Klimawandel und da konventioneller Strom aus eben diesen Brennstoffen erzeugt wird ist die Energieversorgung die größte Quelle von Treibhausgasen. Energie, beispielsweise aus Braunkohle- oder Steinkohlekraftwerken, sowie aus Erdgas hat in Deutschland noch einen relativ hohen Anteil am Strommix. Jedoch waren im vergangenen Jahr ca. 25% der gelieferten Kilowattstunden aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen worden und der Naturstrom somit der größte einzelne Anteil zu den Anteilen anderer Quellen.

100% ERNEUERBARE ENERGIEN

Naturstrom ist unerschöpflich, hält die Umwelt sauber, sowie uns gesund und ist auch ökonomisch gesehen der ideale Energieträger.

Die Branche der erneuerbaren Energien wächst in Deutschland immer weiter an und bietet viele Chancen das Klima weltweit zu schützen.

ÖKOSTROM DURCH SONNENENERGIE RICHTIG NUTZEN

Die Photovoltaik ist unter dem Namen Solarenergie bekannt und eine regenerative Energiequelle. Solarzellen auf Gebäudedächern oder anderen schattenfreien Flächen wandeln die Energie der Sonne in elektrischen Strom um, welcher direkt an den Verbraucher geleitet wird. Photovoltaik-Anlagen werden immer wirtschaftlicher, da die Anschaffungskosten durch Massenproduktion fallen und die Solarzellentechnik immer effizienter wird. Doch da bei schlechtem Wetter und in der Nacht kein Strom produziert wird, muss daran gearbeitet werden externe Kosten weiter zu reduzieren, damit sich eine Anlage für den Eigenbedarf in Deutschland lohnt. Sonnige Länder haben zwar bessere Randbedingungen, doch trotzdem ist die Solarenergie auch hier in Deutschland eine erprobte und unerschöpfliche Energiequelle für Ökostrom.

ZUKUNFTSORIENTIERTE ENERGIELINKS

ÖKOSTROM DURCH DIE KRAFT DES WASSERS

Eine weitere Art der erneuerbaren Ökostrom Erzeugung ist die Nutzung von Wasserkraft, auch Hydroenergie genannt. Dabei treibt fließendes Wasser die Turbinen der Wasserkraftwerke an und wird in elektrische Energie umgewandelt. Diese Form der Stromproduktion ist die drittbedeutendste weltweit, direkt nach Kohle- und Erdgasstrom. Im Gegensatz zu diesen beiden Formen ist die Wasserenergie um Einiges ressourcenschonender, da Wasser nicht verbraucht wird und zu den regenerativen Rohstoffen zählt. Anstatt ausschließlich Strom aus fließenden Gewässern, wie Flüssen, Meeren oder Wasserspeichern zu gewinnen werden auch Abflussgewässer benutzt, da diese nah am Verbraucher liegen und ökologisch weitgehend bedenkenlos für die Energieversorgung nutzbar sind.

ÖKOSTROM DURCH WIND

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Ökostrom klimaschonend herzustellen. Die in Deutschland wohl bekannteste Methode ist die Energie aus Wind. Das Grundprinzip ist schon seit Jahrtausenden bekannt – ob Segelschiff oder Windmühle, beides wird durch die Windkraft in Bewegung gesetzt. So auch die Rotorblätter der Windkraftanlagen, welche durch die kinetische Energie des Windes angetrieben werden und über einen Generator elektrischen Strom erzeugen. Windkraftanlagen im Norden Deutschlands sind durch die starken Winde wirtschaftlich attraktiv und zuverlässig. Moderne Windkraftanlagen erweisen sich schon nach wenigen Monaten als effizient, da sie die eingesetzte Energie zur Herstellung innerhalb von kurzer Zeit durch reine Windkraft selbst erzeugen.

AUS BIOMASSE WIRD ÖKOSTROM

Ein weiterer wichtiger Energieträger ist die Biomasse. Sie ist ein nachwachsender Rohstoff in der die Energie chemisch eingespeichert ist. Zur Biomasse gehören unterschiedliche organische Stoffe biogener Art, wie z.B.Bioabfälle, Gülle oder andere Massen aus der Natur. Die Energie, welche man aus Biomasse herstellen kann, ist die in den Pflanzen gespeicherte Sonnenenergie, welche in Strom, Wärme oder Treibstoff umgewandelt werden kann. Etwa 50 Mrd. Kilowattstunden wurden im letzten Jahr nur durch die Nutzung von Bioenergie in Deutschland erzeugt und trugen dem Klimaschutz bei. Als regenerative Energieträger ist Biomasse rund um die Uhr verfügbar und flexibel einsetzbar, deshalb spielt sie eine wichtige Rolle in der umweltschonenden Energieversorgung.

AUSBAU DER ERNEUERBARER ENERGIEN KOSTET MILLIARDEN!

Die Investitionen in die Technologie erneuerbarer Energien steigen in Deutschland rapide an. Mehrere Milliarden (etwa 20 Mrd. €) werden zurzeit allein in Deutschland in den Ausbau und die Entwicklung von Ökostrom investiert. Der Wandel des Energiesystems steht bevor und voraussichtlich wird sich die Investitionssumme in den nächsten Jahren sogar verdoppeln. Nicht nur der Klimaschutz spielt bei den Investitionen eine wichtige Rolle, denn zu dem ist es auch lukrativ den Naturstrom mit finanziellen Mitteln zu fördern.

Die Nachfrage an erneuerbaren Energien in Deutschland steigt und durch den Ausbau des neuen Ressourcen-freundlichen Energienetzes wird auch die deutsche Beschäftigungszahl gefördert. Über die Endlichkeit fossiler und nuklearer Brennstoffe wissen alle Bescheid, somit ist der Grünstrom früher oder später unverzichtbar, um der immer weiter steigenden Nachfrage an Strom gerecht zu werden.

Stromtarife für Studenten

Man mag es kaum glauben, günstige Stromtarife extra für Studierende sind nach wie vor „Mangelware“. Studierende die finanziell sowieso schon schlechter gestellt sind, bleiben bei dem Thema auf der Strecke.

Wer im Studentenwohnheim wohnt hat in der Regel mit dem Thema weniger zu tun, da der Strompreis meist als Pauschalbetrag in der Miete des Wohnheims mit drin ist. Wer allerdings eine Privatwohnung nutzt oder diese als WG anmietet muss sich wohl oder übel wie jeder Otto Normalverbraucher mit Stromtarife auseinandersetzen, die nicht speziell für Studenten gedacht sind, da es diese ja nicht gibt.

Angebote für Stududierende

Zwar kann der Studierende durch ein Preisvergleich günstigere Tarife finden, jedoch sind diese für Studierende meist nicht die richtige Wahl, wenn man über Vertragslaufzeiten oder Kündigungsfristen nachdenkt.

Eine flexible Vertragsgestaltung extra für Studenten, insbesondere vor dem Hintergrund das Studenten häufiger mal die Wohnung wechseln z.b wegen einem Auslandssemester währe an dieser Stelle wünschenswert. Der offene Energiemarkt hat da nur wenig bis gar nix anzubieten.

Damit bleibt am Ende dann nur noch der Grundversorger übrig, da hier innerhalb von nur 2 Wochen gekündigt werden kann.

Strompreisentwicklung

In Deutschland setzt sich der Strompreis derzeit wie folgt zusammen:
Eine Übersicht der Zusammensetzung für den Privatkunden

54,0 % Staatliche Strompreisanteile: Steuern und Abgaben*, Umlagen**
22,0 % Energiebeschaffung, Vertrieb, sonstige Kosten und Gewinnmarge
24,0 % Netzentgelte

* Mehrwertsteuer 19,0 % + Stromsteuer, Konzessionsabgabe
** Unter anderem Umlage nach EEG, Umlage nach KWKG, Umlage nach §19 StromNEV, Umlage Offshore-Haftung, Umlage für abschaltbare Lasten

An der Zusammensetzung ist zu erkennen, dass neben den größten Einflussfaktoren, wie Energiebeschaffung, Netzentgelte und Steuern, auch die Umlage nach EEG einen nennenswerten Beitrag am Strompreis leistet.

Energiebeschaffung, Vertrieb und sonstige Kosten

Die Energiebeschaffung von Strom ist äußerst komplex und erfordert viel Know-how. Die Energieversorger müssen viel Zeit und langjährige Erfahrung in sehr vielen Bereichen aufweisen, um ihr Unternehmen wirtschaftlich führen zu können. Das richtige und effiziente Kostenmanagement ist dabei wichtig um marktgerechte Energiepreise erzielen zu können. Beim Vertrieb fallen Gehälter für Mitarbeiter, Gemeinkosten, wie Miete oder auch Herstellungskosten an, welche alle mit dem Gewinn gedeckt werden müssen.

Was ist die EEG-Umlage und wie funktioniert sie?

EEG ist die Abkürzung für das „Erneuerbare-Energien-Gesetz„, welches das Ziel gesetzt hat (insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes) eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung in Deutschland zu ermöglichen, fossile Ressourcen zu schonen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung zu verringern und die Weiterentwicklung von Technologien zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu fördern. Der Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms am Bruttostromverbrauch soll stetig steigen und im Jahr 2050 mindestens 80% betragen. Dabei wird darauf geachtet, dass dieser Ausbau auch kosteneffizient und netzverträglich erfolgt. Um den Strom aus erneuerbaren Energien optimal in das Elektrizitätsversorgungssystem zu integrieren, sollen die Kosten für den Abnehmer gering gehalten werden. Das heißt, die Preise für den Strom aus erneuerbaren Energien sind durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz auf einen niedrigeren Preis festgelegt. Dies führt zu einer höheren Attraktivität für den Verbraucher. Die Preise, die Kraftwerksbetreiber für ihren produzierten Strom erhalten sind im Gegensatz dazu weitestgehend durch die Strombörse bestimmt. Außerdem wird das Einspeisen in das öffentliche Netz von Betreibern einer Erneuerbare-Energien-Anlage vergütet. Die Auszahlungen an die EE-Anlagenbetreiber müssen finanziert werden und werden von allen Stromverbrauchern bezahlt.

Beeinflussung der EEG-Umlage

Die Umlage ist der Differenzbetrag dieser Zuzahlungen und ist grundsätzlich Teil des Strompreises. Somit wird der Ausbau und Wechsel zu den erneuerbaren Energien in Deutschland finanziert. 2017 beträgt die Höhe der EEG-Umlage 6,88 ct/kWh. Sie wird jährlich bis zum 15. Oktober des Kalenderjahres durch die Netzbetreiber für das folgende Jahr ermittelt und festgelegt. Beeinflusst wird die Höhe der Umlage beispielsweise durch einen vorausgesagten Börsenstrompreis, den Letztverbrauch, den Zuwachs an EEG-geförderten Anlagen, den derzeitigen EEG-Kontostand und eine Liquiditätsreserve zur Absicherung, falls mehr Vergütungszahlungen anstehen, als erwartet. Dies kann zum Beispiel durch ein besonders sonnenreiches (Fotovoltaik/Sonnenenergie) oder windiges (Windkraft) Jahr zustande kommen. Obwohl die EEG-Umlage prinzipiell von allen Stromverbrauchern gezahlt wird, gibt es Sonderregelungen für stromkostenintensive Unternehmen und Schienenbahnen (Möglichkeit einer Ermäßigung) und Eigenversorger (unter bestimmten Bedingungen muss auf den selbst verbrauchten Strom die EEG-Umlage an den zuständigen Netzbetreiber gezahlt werden). Seit 2003 steigt der Betrag der EEG-Umlage kontinuierlich an (von ca 0,4 ct/kWh im Jahr 2003 auf nun 6,88 ct/kWh im Jahr 2017), wodurch sich der generelle Anstieg des Strompreises in den letzten 15 Jahren erklären lässt. Im Jahr 2013 kam die Offshore-Haftungsumlage* in Höhe von 0,25 Cent pro Kilowattstunde hinzu), welche bis heute nicht abgeschafft wurde und ein weiterer Grund für den steigenden Strompreis ist.

*Deckung von Schadensersatzkosten im Falle eines verspäteten Anschlusses von Windparks an das Übertragungsnetz oder durch Netzunterbrechungen, die länger als 10 Tage dauern

Steuern

Die Mehrwertsteuer (MwSt.) auf alle Strompreise beträgt 19 %, da Strom nicht als existenzielles Lebensmittel gilt und deswegen mit dem höheren Satz besteuert wird. Trotz politischer Diskussionen und Anstrengungen ist eine Veränderung in naher Zukunft nicht absehbar. Die eingenommene Stromsteuer mit 2,05 ct/kWh fließt überwiegend als zusätzlicher Bundeszuschuss in die Rentenversicherung.

Netzentgelte

Als weitere große Komponente der Strompreiszusammensetzung sind Netzentgelte ein rechtlich geregeltes Entgelt für den Transport und die Verteilung der Energie. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Netzbetreiber ihre Netznutzungsentgelte den Behörden zur Genehmigung vorlegen. Das Netznutzungsentgelt für Haushaltskunden beträgt etwa 6 ct/kWh, wobei für Industriekunden/Großverbraucher, die an höhere Spannungsebenen angeschlossen sind, Ermäßigungen angeboten werden. Diese Ermäßigungen werden auf die Netzentgelte der Privathaushalte umgelagert. Für die Energiewende werden die Stromnetze modernisiert und ausgebaut werden müssen, weshalb zukünftig mit weiteren Netzentgelten zu rechnen ist, die den Strompreis steigen lassen.

Anstieg des Strompreises – Aber was sind negative Strompreise?

In Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern, tritt in letzter Zeit vermehrt der Begriff „negative Strompreise“ auf. Tritt dieser Fall an der Strombörse ein, wird für die Lieferung von Strom nicht vom Käufer, sondern vom Verkäufer bezahlt. Doch wie kommt es dazu? Da man Strom technisch nicht lagern kann, muss er sofort abgegeben werden. Das Problem ist also die Steuerungsflexibilität der Kraftwerke. Bei einem sehr geringen Stromverbrauch vergleichen Kraftwerksbetreiber die Kosten, Strom zu negativen Preisen abzugeben, mit den Kosten ein Kraftwerk abzuschalten und später wieder neu zu starten. So kommt es zu negativen Strompreisen.

Alle Faktoren zusammen betrachtet und mittels einer Gegenüberstellung des Verbraucherpreisindex und des Strompreisindex ist ein deutlicher Trend zu verzeichnen: In den letzten Jahren hat sich der Strompreis durch verschiedene Einflüsse stark entwickelt und ist überdurchschnittlich schnell gestiegen.

Kritik an der Strompreisentwicklung

Die Ausnahmeregelungen für die Industrie erhöhen den Strompreis für alle weiteren Stromverbraucher und treiben den Preis in die Höhe. Kritiker der steigenden Strompreisentwicklung befürchten außerdem seit einigen Jahren, dass diverse große Energieversorger das Stromangebot manipulieren, um die Preise künstlich hochzuhalten. Auch werden die Preiserhöhungen durch steuerliche Erhöhungen oder gestiegene Abgaben kritisiert, da der Strompreis angeblich stärker erhöht wurde, als überhaupt nötig. Somit wäre die EEG-Umlage nur ein Teil der Kostenerhöhung und nicht der Hauptverursacher. Bewiesen wurden diese Befürchtungen jedoch noch nicht.

Wie können Stromkosten gesenkt werden?

Im Internet findet man viele Ratgeber zum Stromsparen im Haushalt. Schon mittels weniger Tricks kann sich die Stromrechnung am Ende des Jahres verringern. Ansonsten ist ein Stromanbieter Vergleich zu empfehlen. Durch die ständigen Preisänderungen lohnt sich ein Vergleich immer und durchs wechseln kann man häufig vom Neukundenboni profitieren. Auch die Erwägung, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln, sollte vorgenommen werden, da die Preise für Ökostrom mittlerweile auf demselben Niveau wie die konventionellen Strompreise sind und man sich mit dem emissionsfreien und nachhaltig erzeugten Strom für den Umweltschutz einsetzen kann.

Heizen mit Gas – Fünf Energiespartipps im Check

Der Brennstoff Gas ist ein beliebter Klassiker bei der Beheizung des Eigenheims. Denn in jeder Zweiten von insgesamt 40,4 Millionen Wohnungen wird nach Angaben des Bundesverbandes der deutschen Heizungsindustrie eine Erdgasheizung genutzt. Schließlich überzeugen Gasthermen neben ihrer platzsparenden Bauweise auch durch eine geräusch- und geruchsfreie Betriebsweise und jederzeitige Brennstoffverfügbarkeit. Auch die Kombithermen für Warmwasser und Heizung arbeitet nach dem Prinzip der einfachen Gastherme, jedoch besitzt die Kombitherme noch eine zusätzliche Pumpe für die verteilung des Warmwassers in den Heizkörpern.

WIE HAUSBESITZER IHREN GAS- UND STROMVERBRAUCH SENKEN

Doch lässt sich mit einer Gasheizung auch Geld sparen? – Aktuellen Gaspreisentwicklungen zu Folge haben Besitzer für den Bezug von Gas tiefer in die Tasche zu greifen als für Heizöl oder kostenlose erneuerbare Energieträger. Fakt ist: Kosteneinsparungen hängen nicht nur von den Brennstoffkosten ab. So sind neben einem falschen Heizverhalteninsbesondere auch fehlende Maßnahmen zur Heizungsoptimierung und – modernisierung Treiber von unnötig steigendem Gasverbrauch. Neben der gesamten technischen Optimierung, sollte zu guter Letzt noch ein Gasanbieter Vergleich in betracht gezogen werden. Welche technischen Verbesserungsmaßnahmen Ihnen bei der Wärmeversorgung garantiert Einsparpotenziale sichern, erfahren Sie im kompakten Überblick.

GASHEIZUNGEN MIT ERNEUERBAREN ENERGIEN KOMBINIEREN

Die Energieeinsparverordnung schreibt seit 2016 einige verschärfte Vorschriften zum Energieverbrauch in deutschen Immobilien vor. In Konsequenz dürfen Hausbewohner 25 Prozent weniger Primärenergie verbrauchen als in den Vorjahren. Während Pelletheizungen und Wärmepumpen diese Vorgaben erfüllen, ist dies beim Heizen mit Gas hingegen erschwert möglich. Denn Gas wird mit einem Primärenergiefaktor von 1,1 bewertet. Der Energieberater berücksichtigt diesen Wert bei der Ermittlung des Energiebedarfs. Biomasse in Form von Holz hat einen Faktor von 0,2. Solar- und Umweltwärme werden mit einem Wert von 0 erfasst. Es gilt: Je geringer der Primärenergiefaktor ist, desto niedriger fällt der Primärenergiebedarf aus.

Aufgrund der strengeren Auflagen stehen Bauherren zunehmend vor der Frage: Ist das Heizen mit Gas zukunftssicher? In Kombination mit Solartechnik bleiben Gasheizungen auch künftig effiziente Heizsysteme. Hierbei handelt es sich um ein Hybridsystem, das sowohl fossile als auch erneuerbare Energieträger miteinander kombiniert. Nach Angaben der Verbraucherzentrale stellt eine Solarthermie bis zu 25 Prozent des Energiebedarfs in einem Vier-Personen-Haushalt kostenlos zur Verfügung. Die Brennwerttherme deckt dabei den restlichen Wärmebedarf und der Gasverbrauch sinkt.

HOCHWERTIGES ERDGAS EINSETZEN

Beim Erdgas wird zwischen L-Gas und H-Gas unterschieden. Letzteres weist einen besonders hohen Energiegehalt auf. H-Gas setzt bei dessen Verbrennung Energie von 10 bis 11,1 kWh pro Kubikmeter frei. Beim L-Gas beträgt dieser Heizwert circa 9 kWh pro Kubikmeter. Der Brennwert von Erdgas liegt etwa 10 Prozent höher als der von Heizöl, weil bei dessen Verbrennung größere Mengen Wasserdampf entstehen. Dies spart zusätzliche Energie ein und schont Ihren Geldbeutel.

DER HYDRAULISCHE ABGLEICH – WAS STECKT DAHINTER?

Treten trotz voll aufgedrehter Heizkörperthermostate laute Strömungsgeräusche und kalte Heizkörper auf, müssen Bauherren durch eine fehleingestellte Heizungsanlagemit Verlusten bei der vom Gas bereitgestellten Heizenergie rechnen. Grund hierfür ist vielfach ein fehlender hydraulischer Abgleich. Bei dessen Durchführung stellt der Fachmann den Wasserdruck im gesamten Heizungssystem bedarfsgerecht ein. Mithilfe einer Software misst er alle Werte und korrigiert Fehleinstellungen am Kessel oder an der Heizungspumpe, die zu unnötig hoher Kesselleistung und hohem Gasverbrauch führen. Bis 2020 fördert die Bundesregierung die Heizungsoptimierung mit einem Zuschuss von 30 Prozent der Nettoinvestitionssumme. Um bei der Anschaffung einer neuen Heizung bundesweite Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten beantragen zu können, ist die hydraulische Abgleich durch einen Fachmann sogar eine Pflichtvoraussetzung. Im Durchschnitt fallen für die Optimierung der Heizungshydraulik in einem Einfamilienhaus zwischen 650 und 1.250 Euro an. Der Preis hängt dabei von der Anzahl der Heizkörper und der zu ersetzenden Ventile ab. Das Sparpotenzial beträgt nach Angaben der Verbraucherzentrale jährlich ca. 110 Euro.

STROM SPAREN MIT DEM EINBAU VON HOCHEFFIZIENZPUMPEN

Bestandteil jedes Gasheizungssystems ist die Heizungspumpe. Sie transportiert das erwärmte Heizungswasser durch die Rohrleitungen vom Kessel bis zu den Heizkörpern im Wohnraum. Für diesen Vorgang benötigt die Umwälzpumpe elektrische Energie in Form von Strom. Kommen dabei veraltete Pumpenmodelle zum Einsatz liegen die Stromkosten um 80 Prozent höher als bei einer Hocheffizienzpumpe der Energieklasse A. Denn alte Heizungspumpen arbeiten ständig im Dauerbetrieb und sind nicht bedarfsgerecht regulierbar. Moderne Gasbrennwertgeräte sind bereits mit einer Hocheffizienzpumpe ausgestattet. Diese ist elektronisch steuerbar und passt sich an die wechselnden Betriebszustände der Heizung bzw. dem aktuellen Wärmebedarf an. Für einen Pumpentausch können Sie Kosten von etwa 400 Euro veranschlagen.

DAS POTENZIAL EINER HEIZUNGSMODERNISIERUNG NUTZEN

Alte Gasheizungen verschwenden aufgrund der alten Technik rund 48 Prozent der vom Gas eingebrachten Energie. Wer Brennwertheizungen einsetzt erzielt für die beiden fossilen Energieträger eine Brennstoffersparnis von 30 Prozent gegenüber alten Heizungen. Dieser Wert variiert je nach Wärmebedarf und Heizverhalten der Hausbewohner und lässt sich daher nicht pauschal beziffern.

Verantwortlich für die Senkung des Energieverbrauchs und der Kosten ist das Prinzip der Wärmerückgewinnung bzw. der Brennwerteffekt. Denn Gas-Brennwertheizungen berücksichtigen auch die im Wasserdampf enthaltene Energie, die bei anderen Heizungen ungenutzt über den Schornstein nach außen entweicht. Die Freisetzung der Energie erfolgt über das Herunterkühlen der bei der Verbrennung von Gas entstehenden heißen Abgase. Durch den Abkühlungsvorgang kondensiert der Wasserdampf und gibt dadurch zusätzlich Energie frei, die dem Heizungskreislauf zugeführt wird. Infolgedessen fließt über den Heizungsrücklauf bereits erwärmtes Wasser zum Heizkessel zurück. Dieser muss demzufolge weniger Arbeit leisten, sodass der Gasverbrauch sinkt. Ein neuer Gaskessel kostet ohne Zubehör und Montage zwischen 2.500 und 6.000 Euro. Die Preise variieren dabei je nach Hersteller. Einen Überblick über empfehlenswerte Modelle laut Stiftung Warentest finden Sie hier.